Koan ist die intuitive „Innenschau“ im Zenbuddhismus,

Die Praxis von Koan wird für meist mit der Rinzai Schule assoziiert.

Koas werden im Zen Buddhismus während einer sitzenden Meditation (Zazen) genutzt. Die drei Schritte dieser Meditation sind:
1. Konzentration (Fokus auf den Bauches)
2. Koa (Innenschau)
3. bloßes, angemessenes Sitzen (Shikantaza)

Ist einmal echte Bewusstheit entwickelt und eingetreten, kann der Übende jetzt sein Bewusstsein voll und ganz auf Koan als Ziel der Meditation ausrichten. Die „Innenschau“ ist so aufgebaut, dass sie intellektuelle, logische Denkprozesse umgeht oder verkürzt, was schließlich zu der direkten Erfahrung einer Realität jenseits der Gedankenwelt führt.

Koans sind Rätselfragen, die völlig unlogisch scheinen und die genau dadurch eine Hilfe für die Meditation auf dem Weg zur Erleuchtung sein sollen.

Ein berühmtes Koan lautet: Hörst du das Klatschen einer Hand?

Es gibt fünf „Klassen“ von Kōans, die unterschiedliche Funktionen erfüllen.

  1. Hosshin-Kōans (hosshin: jap. für Dharmakaya, Trikaya), sind Kōans, die dem Schüler zu einem Durchbruch zur erwachten Sicht verhelfen und ihm helfen, in der Welt des Wahren-Wesens, der Buddha-Natur (Bussho), heimisch zu werden. In den Hosshin-Kōans geht es um die Welt des „Nicht-Unterschiedenheit“ (nicht anhaften, nicht werten), doch darf der Schüler auf dieser Erfahrungsebene nicht stehen bleiben.
  2. Die Kikan-Kōans (kikan: jap. „Hilfsmittel, Werkzeug“) sollen das Vermögen des Schülers zur Unterscheidung in der Nicht-Unterschiedenheit schulen. Hier wird die Lehre des Nicht-Anhaftens und Nicht-Wertens intensiviert.
  3. Bei den Gonsen-Kōans (gonsen: jap. „Klärung der Worte“) geht es um den jenseits von lexikalischer Definition und begrifflicher „Repräsentation“ liegenden tiefsten Sinn und Gehalt der Aussprüche und Formulierungen der alten Meister. Es geht über die Begrifflichkeit Etymologie hinaus.
  4. Die Nanto-Kōans (nanto: jap. „schwer zu bestehen“) schließlich sind solche Kōans, die besonders schwer zu lösen sind.
  5. Hat der Schüler die verschiedenen Kōans der Klassen 1 bis 4 bewältigt, dann wird mit den Go-i, den Fünf Graden (der Erleuchtung) sein Wahres-Begreifen noch einmal gründlich durchleuchtet und auf die Probe gestellt.

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