Resilienz bedeutet psychische Widerstandsfähigkeit.

Resilienz ist Widerstandsfähigkeit

  • gegen negative Einflüsse von außen,
  • gegen eigene negative Gefühle und Gedanken,
  • gegen Stress, Druck, widrige Umstände, Zeiten der Not, Belastungen und Misserfolge.

Resilienz bedeutet, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen.

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Im Umgang mit Stress, der Bewältigung unangenehmer Situationen und Meisterung von Krisen ist Resilienz gefordert.

  • Resilienz heißt, gedanklich-emotionale Negativspiralen aufzuhalten und Tiefs, Krisen oder Trauma positiv zu bewältigen.
  • Resilienz ist die emotionale Stärke, die uns Menschen durch Krisen trägt.
  • Resilienz erfordert die Erkenntnis, daß es in jeder Lebenssituation besser ist, positiv zu denken, sich selbst zu motivieren, weiterzumachen und den Blick auf die Lösung des Problems bzw. Meisterung der Situation zu richten.

Die Widerstandfähigkeit und Anpassungsfähigkeit lassen sich wie körperliche Fitness trainieren.
Die folgenden Möglichkeiten der Intervention können dabei helfen.

1. Selbstreflexion
Die Selbstreflexion hat sich bewährt. Analysen von Video- oder Audio-Aufnahmen in Seminaren oder allein können dabei gut unterstützen.
Die angemessene Selbstbeurteilung führt zur Selbstwirksamkeit, was entscheidend bei der Überwindung von Tiefs oder Krisen sein kann.

2. Stärken
Das Kennen der eigenen Stärken kann die Meisterung belastender Faktoren wie Misserfolge, traumatische Situation oder Unglück wesentlich erleichtern.
Wer seine Stärken kennt, kann heikle Situationen besser meistern.
Die Selbsteinschätzung beeinflusst den Erfolg im Umgang mit Stress oder Niederlagen.

3. Selbstbemächtigung (Empowerment)
Empowerment hilft, widrige Situationen und Umstände zu meistern. Dazu gehören Massnahmen, die Autonomie zu erhöhen. Der Prozess der Selbstbemächtigung wird durch Training der Wahrnehmung von Werkzeugen und Mitteln zur Situationsmeisterung erreicht.

4. Erfahrungen
Positive Erfahrungen beeinflussen die Emotionen und stärken das Selbst-Vertrauen. Erfahrungen helfen, Negatives im Leben als Herausforderung zu sehen und anzunehmen.
Übendes Training schwieriger Situationen hilft, seine Stärken zur Situationsmeisterung bewusst zu machen.

5. Simulation
In Assessmentverfahren werden kritische Situationen simuliert, um zu beurteilen, wie jemand auf unerwartete Anforderungen reagiert. Die Konfrontation mit schwierigen Situationen hilft bei der Bewältigung solcher Anforderungen. In einem „Simulator“ werden die Teilnehmer mit konkreten schwierigen und überraschenden Situationen konfrontieren.

6. Einstellung
Die Toleranz gegenüber Unannehmlichkeiten im Leben ist eine Einstellung, die unterstützt und geübt werden kann. Es gilt dabei immer wieder sich der eigenen Ressourcen und Stärken bewußts zu sein und sich auf diese zu fokussieren.

7. Problemlösung
Für ein bewußtes lösungsorientiertes Vorgehen in stressenden Situationen können wir eine Schrittfolge aus der Sportpsychologie nutzen:
– Ist-Zustand analysieren
– Problem erkennen
– Lösungsweg suchen
– Negativen Gedanken stoppen
– Neues Ziel visualisieren.
Dabei werden negative Gedanken notiert und damit bei Seite gestellt, jedoch nicht verdrängt.

8. Flexibilität
Es kommt oft anders, als wir denken und erwarten. Veränderungen und Überraschungen sind die Norm im Leben. Es ist deshalb besser, mit unerwarteten Situationen zu rechnen und diese Flexibilität zu üben.
Beispielsweise Kampfsportarten wie Judo helfen flexibles Verhalten auch bei Widerständen auszubilden.

9. Sozialkompetenz
Positive Lebenseinstellung, ein gesundes Selbstvertrauen sowie Kontaktfähigkeit und Empathie helfen, schwierige (soziale) Situationen zu meistern.
Wer mit dem Erfolg eigener Handlungen rechnen kann, geht Problemsituationen aktiver an und nutzt eigene Fähigkeiten und Talente. Mit dem Bewußtsein der eigenen (sozialen) Fähigkeiten werden Stressereignisse und Problemsituationen im Leben als weniger belastend empfunden. Das Unangenehme darin wird dann eher als Herausforderung wahrgenommen.

10. Vorbilder
Vorbilder fördern mit ihrem Modellverhalten ein aktives, konstruktives Problemlösen.
Besonders für Jugendliche ist eine stabile Beziehung zu mindestens einer Bezugsperson für den Aufbau von Resilienz wichtig. Zugleich ist ein Erziehungsstil entscheidend, der Wertschätzung und Akzeptanz fördert. Die Resilienzförderung auf der Beziehungsebene erhöht auch die Qualität der Erziehungsprozesse.